Einführung
Vorwort:
Der Heizungsmarkt ist heute für den Laien nicht mehr zu überblicken. Unzählige Heizungsfirmen bieten Öl-,Gas- und Pelletheizungen mit immer mehr Technik und komplizierten Steuerungen an. Ehrfürchtig
steht der Kunde vor diesen monströsen Werken moderner Technik und lauscht ergeben den Ausführungen des Meisters, obwohl das meiste nicht verstanden wird und am Kundenohr vorbeirauscht. Doch damit nicht genug – der alte Kachelofen ist wieder “in”. Wohlfühlwärme wie zu Großmutters Zeiten! = Strahlungswärme!? Was ist der Unterschied zwischen einer “normalen Heizung”, welche Konvektionswärme (was ist denn das?) abgibt und einer “Strahlungsheizung”? Kann ich beide Systeme miteinander kombinieren? Gibt es ein Heizsystem, das Strahlungswärme erzeugt? Wenn ja dann WO? und was kostet so etwas?
Hier beginnt unsere Aufgabe!
Die Menschen wissen nicht, wie sie ohne komplizierte Technik sparsam heizen können und dabei auch noch ein angenehmes und gesundes Raumklima erhalten. .
Historisches:
Am Anfang, 1978, stand die Idee, den einfachen Blechheizkörper durch ein Heizelement aus Beton zu ersetzen. Dazu wurden auf einfachste Weise, die auch noch heute verwendeten, Kapillarwasserleitungen in Formen unterschiedlichster Art mit handelsüblichen Beton vergossen. Dann ließ man heißes Wasser durch die Schläuche fließen. Da aber der Blechheizkörper durch seine Rippen eine tatsächliche Wärmeabgabefläche von ca. dem Vierfachen seiner sichtbaren Größe besitzt, bedeutet das bei der glatten Betonoberfläche durch geringen Wärmeübergang Beton-Luft ein 4-6mal größeres Heizelement bei gleicher Oberflächentemperatur – das heist bei einer Wohnfläche von 10m² anstatt eines 0,7 qm großen Blechheizkörpers ein Betonelement von 3-4m². Wo steht so viel Wandfläche zur Verfügung und wer montiert einen ca. 200kg schweren Heizkörper?
Also hieß die Lösung höhere Oberflächentemperatur durch heißeres Wasser. Ein Durchlauferhitzer, direkt vor der Betonplatte instaliert, war aber auch nicht die ideale Lösung. Aber warum erst mit Strom Wasser erhitzen und mit heißem Wasser dann den Beton? Wäre es nicht energiesparender und technisch einfacher, gleich mit Hilfe der elektrischen Energie den Beton zu erwärmen? Einfach Leitungen statt Schläuche in die Form gelegt und zugegossen! Dies war die zündende Idee und somit die Geburtsstunde der Infrarot Heizung.
Durch die nun hohe Oberflächentemperatur von ca. 90° C hat man unbeabsichtigt ein Heizsystem geschaffen, dessen Wärmeabgabe überwiegend als Strahlung stattfindet, so wie es die Natur seit ewigen Zeiten vormacht – Strahlungswärme durch die Sonne. Schon die Höhlenmenschen genossen die Wärme der Sonne.
Die Römer machten sich den heilenden Effekt der Strahlungswärme zunutze. S.ORATA hat im ersten vorchristlichen Jahrhundert innerhalb der Thermen Räume zur Entspannung, Regeneration und Stärkung kranker und schwacher Menschen strahlungswärmeklimatisiert. Sie dienten oft auch dem geselligen Beisammensein.
Der Ursprung des Tepidariums (tepidus=warm) liegt jedoch in der griechischen und chinesischen Kultur und geht auf das 5. Jahrhundert v. Ch. zurück. Schon damals erlebten die Menschen die regenerative und heilende Kraft dieser wärmestrahlenden Räume. In Olympia hat man ein Bad mit einer Hypokaustenanlage aus dem 8. vorchristlichen Jahhundert gefunden. Die Archäologen meinen, dass in einem solchen Raum eine Temperatur bis zu 35° C erreichbar war.
Auch unsere Großmütter schätzten noch die behagliche Wärme des Kachelofens. Der moderne Mensch sollte sich einmal täglich für wenigstens 20 Minuten unbekeidet in dem Klima eines Tepidariums aufhalten. Dieses Klima ist durch ein homogenes Wärmestrahlungsfeld mit einer Abstrahlungstemperatur von mindestens 37° C und einer gegenüber der Strahlungstemperatur um 10° C abgesenkten Lufttemperatur gekennzeichnet.
Die fundamentale Bedeutung des Strahlungsklimas ist die Entspannung der glatten Muskulatur, so dass im Strahlungsgleichgewicht der basale Gefäßtonus und Durchblutungseffekte über die arteriole Peristaltik erreicht werden. Der Grund der vorzeitigen Vergreisung, vieler qualvoller Leiden und des Sterbens vor der uns von der Natur zugedachten Zeit, ist unter anderem der, dass wir in Räumen mit kalten Mauern und klimatisch ungünstigen Heizsystemen wohnen.
Es wird keine Rücksicht auf die Art der Erwärmung des Körperkernes und auf die Schleimhaut der Atemwege genommen. Konvektionswärme erregt das vegetative Nervensystem. Die Gefäßmuskulatur wird gereizt, die Blutgefäße verengen sich und der Blutdruck steigt. Strahlungswärme hingegen schafft ein gesundes Raumklima, sie entspannen die tiefen Körperschichten durch eine wohlige Erwärmung des Körperkerns. Die Raumluft bleibt dabei weitgehend unbewegt und angenehm kühl. Das wirkt beruhigend auf das vegetative nervensystem mit seinen regulierenden Mechanismen, die glatte Muskulatur entspannt sich, der Blutdruck sinkt auf seinen Ruhewert, die Atmung geht leicht.
Bei der Belastung des heutigen Menschen, durch so viele Risikofaktoren, ist dies von ausschlaggebender Bedeutung. Wir verbringen ca. 80% unserer Lebenszeit in geschlossenen Räumen!!
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